Starke Ideen, starke Platzierungen: OÖ beim Constantinus Award 2026
Seit 2003 wird Österreichs großer Beratungs-, Buchhaltungs- und IT-Preis im Jahrestakt verliehen. Der Award bietet erfolgreichen Projekten nicht nur eine Bühne, sondern unterstreicht gekonnt die Rolle des Impulsgebers für Fortschritt und Wettbewerbsfähigkeit in unserer Branche. 2026 wurden 88 Projekte eingereicht und 30 Projekte von einer hochkarätigen Jury in insgesamt sechs Kategorien nominiert: Digitalisierung, Human Resources – Human Relations, Management Consulting, Betriebswirtschaftliche Belange – Finanz- & Rechnungswesen, Standardsoftware & Cloud Services sowie ESG & Nachhaltigkeit.
Die Projektbandbreite erstreckte sich von klassischen Beratungsansätzen bis hin zu innovativen KI-Anwendungen. Gleichzeitig zeichnete sich der Wettbewerb durch ein bemerkenswert hohes Niveau, kreative Vielfalt und fachliche Exzellenz aus.
Ausgezeichnete Projekte aus Oberösterreich
Schnittstellen-Import Magicline – .mc payroll Service GmbH
Kategorie: Betriebswirtschaftliche Belange – Finanz- & Rechnungswesen | 2. Platz
Mit dem Projekt „Schnittstellen-Import Magicline“ hat .mc payroll Service GmbH gemeinsam mit Newform Fitness GmbH eine Lösung entwickelt, die Buchhaltungsdaten aus der Plattform Magicline möglichst originalgetreu in die BMD-Buchhaltung überträgt.
Der Nutzen liegt klar auf der Hand: weniger manuelle Eingaben, geringeres Fehlerpotenzial, skalierbare Prozesse und bessere Auswertungen auf Tagesbasis. Das Projekt zeigt, wie intelligente Schnittstellen repetitive Arbeit reduzieren und gleichzeitig die Qualität betriebswirtschaftlicher Daten erhöhen können.
BelegHub – .mc brain Unternehmensentwicklung
Kategorie: Betriebswirtschaftliche Belange – Finanz- & Rechnungswesen | 3. Platz
Mit BelegHub hat .mc brain Unternehmensentwicklung ein Automatisierungs-Tool für die Buchhaltung entwickelt. Die Lösung verbindet Bankbuchungen mit den passenden Belegen und bereitet die Daten so auf, dass sie strukturiert an die Steuerberatung übergeben werden können. Der Prozess ist einfach gedacht: Kontoauszüge werden hochgeladen, Belege gescannt, per OCR ausgelesen und mit den passenden Buchungen abgeglichen. Anschließend können Buchungen manuell oder KI-gestützt kategorisiert werden. Am Ende steht ein strukturierter Export inklusive Belege. BelegHub reduziert damit Abstimmungsaufwand, minimiert Fehlerquellen und schafft mehr Übersicht in der laufenden Buchhaltung.
Digital Twins in Quality – SYNCRONA GmbH
Kategorie: Digitalisierung | 2. Platz
SYNCRONA GmbH wurde für das Projekt „Digital Twins in Quality“ mit EREMA Engineering Recycling Maschinen und Anlagen ausgezeichnet. Im Mittelpunkt steht die digitale Qualitätssicherung bei maßgeschneiderten Recyclinganlagen. Durch eine direkte Kopplung von technischer Konfiguration und Qualitätssicherung entsteht ein digitaler Zwilling des Prüfplans – synchron zur jeweiligen Maschine.
Die nahtlose SAP-Integration sorgt dafür, dass Prüfprozesse von der Montage bis zur weltweiten Inbetriebnahme sicherer, schneller und besser dokumentierbar werden. Ein starkes Beispiel dafür, wie Digitalisierung im industriellen Umfeld konkrete Effizienz- und Qualitätsgewinne schafft.
AI Literacy als Motor für nachhaltigen Wandel – TrainUs
Kategorie: Human Resources – Human Relations | 2. Platz
TrainUs zeigt mit dem Projekt „Wenn zwei Mitarbeitende Transformation auslösen“, dass KI-Kompetenz nicht zwingend top-down verordnet werden muss. Der Ansatz startete bewusst klein: mit zwei Mitarbeitenden im „Future Space“. Daraus entwickelte sich ein skalierbarer Bottom-up-Prozess, der KI im Unternehmen nachhaltig verankerte.
Das Ergebnis: 70 Prozent der Belegschaft wurden erreicht und mehr als acht konkrete KI-Use-Cases sind entstanden. Das Projekt macht sichtbar, dass digitale Transformation dann besonders wirksam wird, wenn Mitarbeitende aktiv mitgestalten und neue Technologien im Arbeitsalltag erlebbar werden.
FPMS – Betrugserkennungssystem für Einwegflaschenpfandsysteme – X-Net Services GmbH
Kategorie: Digitalisierung | 3. Platz
X-Net Services GmbH entwickelte gemeinsam mit EWP Recycling Pfand Österreich GmbH und dem AIT – Austrian Institute of Technology ein KI-basiertes Betrugserkennungssystem für Einwegflaschenpfandsysteme. Das Fraud Prevention Management System wurde speziell für den Einsatz im österreichischen Pfandsystem für Einweggetränkeverpackungen aus Kunststoff und Metall entwickelt.
Es basiert vollständig auf Open-Source-Komponenten und läuft auf österreichischen Serverstrukturen. Seit dem zweiten Quartal 2025 arbeitet das System im Echtbetrieb. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Stabilität eines Systems, das im Alltag vieler Menschen angekommen ist.
Auch diese oberösterreichischen Unternehmen haben heuer eine Nominierung erreicht:
- AIGMÜLLER – Marketing & Training (Kategorie Digitalisierung)
- Innoviduum GmbH (Kategorie Human Resources – Human Relations)
Starke Bühne für oberösterreichische Innovationskraft
Die fünf ausgezeichneten Projekte zeigen, wie breit die Kompetenz der oberösterreichischen UBIT-Branche aufgestellt ist: von Finanz- und Rechnungswesen über industrielle Digitalisierung bis hin zu KI-Kompetenz, Betrugsprävention und Prozessautomatisierung.
Besonders auffällig sind der starke Praxisbezug und das Lösen von aktuell relevanten Herausforderungen: Die ausgezeichneten Projekte reduzieren manuelle Arbeit, sichern Prozesse ab, machen komplexe Abläufe transparenter oder bringen neue Technologien in Organisationen. Damit steht der Erfolg beim Constantinus Award 2026 nicht nur für ausgezeichnete Einzelprojekte, sondern auch für die Innovationskraft eines Wirtschaftsstandorts, der Digitalisierung aktiv gestaltet.
Hier finden Sie die Siegerprojekte des heurigen Constantinus Awards: https://www.constantinus.net/de/wall-of-fame/