Jeder elfte Euro kommt aus der IT – Eine Branche mit Wirtschaftskraft
Das bestärkt die aktuelle Economica-Studie „Die volkswirtschaftliche Bedeutung des österreichischen IT-Sektors“, die im Auftrag des Fachverbands UBIT der Wirtschaftskammer Österreich und des VÖSI, Verband Österreichischer Software Innovationen, erstellt wurde.
Die Ergebnisse zeigen deutlich: IT schafft Wertschöpfung, sichert Arbeitsplätze, stärkt Innovationskraft und leistet einen wesentlichen Beitrag zum Steuer- und Abgabenaufkommen in Österreich. Besonders relevant ist das auch für Oberösterreich. Nach Wien zählt Oberösterreich gemeinsam mit der Steiermark zu den stärksten IT-Standorten des Landes
Die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammengefasst
Die Studie unterstreicht die große wirtschaftliche Bedeutung des IT-Sektors in Österreich:
- Jeder 11. Euro in Österreich wird durch IT erwirtschaftet.
- Die Wertschöpfung des IT-Sektors ist seit 2019 um 54 Prozent gestiegen
- Mehr als 322.000 Menschen sind direkt oder indirekt in IT-Berufen beschäftigt. Das entspricht etwa jedem 15. Arbeitsplatz in Österreich.
- Mit 40,5 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung und einem Anteil von 8,85 Prozent an der gesamten Wirtschaftsleistung zählt die IT längst zu den wichtigsten Schlüsselindustrien des Landes.
- Der IT-Sektor zählt mittlerweile zu den größten Wirtschaftsbereichen Österreichs. Seine Wertschöpfung übertrifft bereits jene der Energieversorgung und liegt nahezu doppelt so hoch wie jene der Baubranche.
- Wien dominiert die IT-Wertschöpfung mit einem Anteil von rund 50 Prozent. Danach folgen Oberösterreich mit 13 Prozent.
Warum IT mehr ist als eine einzelne Branche
Der IT-Sektor lässt sich nicht auf einen einzelnen Bereich reduzieren. Digitale Leistungen, Softwareentwicklung, Datenverarbeitung, IT-Beratung, Telekommunikation, Ausbildung, Forschung, Hardware, Softwarehandel und viele weitere Bereiche greifen ineinander. Die klassische Wirtschaftsstatistik bildet diese Verflechtungen oft nur unzureichend ab.
Deshalb unterscheidet die Studie zwischen einer engen und einer weiten Definition des IT-Sektors. Die enge Definition umfasst vor allem klassische IT-Leistungen wie Softwareentwicklung oder IT-spezifische Beratungsdienstleistungen. Die weite Definition berücksichtigt darüber hinaus die IT-relevanten Anteile unmittelbar verbundener Bereiche, darunter Hardwareherstellung, Telekommunikation, Softwarehandel, Forschung, Ausbildung, öffentliche Verwaltung und Interessenvertretungen.
IT ist kein Zukunftsthema, sondern Gegenwartskraft
Die Entwicklung von 2019 bis 2025 zeigt, wie essenziell die Branche für Österreich geworden ist. Gerade vor dem Hintergrund von Pandemie, globaler Lieferkettenstörungen, hoher Inflation ist der IT-Sektor seit 2019 überdurchschnittlich stark gewachsen.
Die Bruttowertschöpfung ist seit 2019 nominell um mehr als 50 Prozent gestiegen. Real bleibt trotz Inflation ein Plus von 18 Prozent. Auch die Beschäftigung ist um rund 30 Prozent gewachsen. Damit steht IT als Innovationskraft hinter vielen zentralen Bereichen wie Industrie, Gesundheit, Energie und Verwaltung.
Die Studie zeigt, wie wichtig die IT-Branche für die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs ist. Das heißt aber auch, dass wir eine aktive Standortpolitik brauchen, die digitale Souveränität stärkt, Fachkräfte sichert und Innovation beschleunigt.
Digitalisierung wirkt damit nicht nur als technologische Entwicklung, sondern auch als ökonomische Resilienzstrategie. Unternehmen, die Prozesse digitalisieren, Daten besser nutzen, Geschäftsmodelle weiterentwickeln oder IT-Sicherheit stärken, investieren nicht bloß in Technik. Sie investieren in Zukunftsfähigkeit, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit.
Die Zahlen zeigen auch: Der IT-Sektor kann seine Rolle als Wachstumsmotor nur dann langfristig erfüllen, wenn ausreichend qualifizierte Fachkräfte verfügbar sind bzw. auch nachkommen. Mehr als 322.000 direkt oder indirekt gesicherte Beschäftigungsverhältnisse verdeutlichen, wie groß der Bedarf bereits heute ist.
Fazit: Eine Branche mit großer Wirkung
Die Studie zeigt klar: Der österreichische IT-Sektor ist längst keine unterstützende Nebenbranche mehr. Er ist ein zentraler Wachstumsmotor, ein Beschäftigungstreiber, ein Innovationsfaktor und eine tragende Säule der österreichischen Volkswirtschaft.
40,5 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung, mehr als 322.000 gesicherte Beschäftigungsverhältnisse und ein Anteil von 8,85 Prozent an der gesamten Wirtschaftsleistung sprechen eine deutliche Sprache.
Damit wird auch Folgendes klar: Wer den Wirtschaftsstandort Österreich stärken will, muss den IT-Sektor stärken. Investitionen in digitale Kompetenzen, Innovation, Forschung, Cybersecurity und moderne Rahmenbedingungen wirken weit über die Branche hinaus. Sie schaffen die Grundlage dafür, dass Österreich auch in Zukunft wettbewerbsfähig, resilient und innovationsstark bleibt